Brand- und Rauch­ver­su­che

Stan­dar­di­sier­te Brand­ver­su­che

IFAB ist ein akkre­di­tier­tes Prüf­la­bor gemäß der DIN EN ISO/IEC 17025 für die Durch­füh­rung von Brand­ver­su­chen als Wirk­sam­keits­nach­weis von was­ser­ba­sier­ten Brand­be­kämp­fungs­an­la­gen. Dazu gehört die Erfas­sung der Mess­grö­ßen Tem­pe­ra­tur, Sys­tem­druck der Brand­be­kämp­fungs­an­la­gen bzw. Lösch­an­la­gen und Gas­kon­zen­tra­tio­nen (Sauer­stoff sowie Brand­ga­se Koh­len­mon­oxid und Koh­len­di­oxid). Die Durch­füh­rung der Real­brand­ver­su­che und die Mes­sun­gen erfol­gen gemäß gül­ti­ger Nor­men und Richt­li­ni­en von IMO, FM, CEN, DIN, VdS für Gebäu­de und Indus­trie­bau­ten sowie gemäß der ARGE-Richt­li­nie bzw. UNI 11565 für Schie­nen­fahr­zeu­ge.

Wei­te­re Mess­grö­ßen (Sicht­wei­ten, Strö­mungs­ge­schwin­dig­kei­ten von Luft und Medi­en, Gas­kon­zen­tra­tio­nen, Luft­feuch­tig­keit u.a.), die in den Stan­dards und Nor­men gefor­dert sind, wer­den mit­tels der mobi­len IFAB-Mess­tech­nik erfasst. Die Ermitt­lung von Wär­me­frei­set­zungs­ra­ten erfolgt mit Hil­fe aner­kann­ter Berech­nungs­ver­fah­ren in Echt­zeit.

Stan­dar­di­sier­te Rauch­ver­su­che

IFAB führt Rauch­ver­su­che und Nebel­ver­su­che für die oben genann­ten unter­schied­li­chen Anwen­dungs­fäl­le, wie Indus­trie­bau­ten, Tun­nel, Metro-Sta­tio­nen oder Schie­nen­fahr­zeu­ge durch. Dazu ver­fügt IFAB über die not­wen­di­ge Aus­rüs­tung mit Wär­me­quel­len, Nebel­ge­ne­ra­to­ren und Rau­ch­er­zeu­gern. Damit wer­den Nach­wei­se für die Wirk­sam­keit von Ent­rau­chungs­an­la­gen erbracht, die Aus­brei­tung von Rauch­ga­sen unter­sucht oder die Posi­tio­nie­rung von Rauch­mel­dern in Schie­nen­fahr­zeu­gen vali­diert. Fol­gen­de Nor­men und Richt­li­ni­en wur­den bis­her für Rauch­ver­su­che ange­wen­det:

Norm/RichtlinieBezeich­nung der Norm/RichtliniePrüf­ge­gen­stand
ARGE-Richt­li­nie – Teil 1: 2018Brand­be­kämp­fung in Schie­nen­fahr­zeu­gen: Funk­ti­ons­nach­weis­füh­rung zur Posi­tio­nie­rung von Brand­mel­dern in für Per­so­nen zugäng­li­chen Räu­men, Elek­tro­schalt­schrän­ken und Berei­chen mit Ver­bren­nungs­kraft­ma­schi­nenBrand­mel­de­an­la­ge (BMA)
DIN EN 54Brand­mel­de­an­la­gen
DIN EN 54 – Teil 12Lini­en­för­mi­ger Mel­der nach dem Durch­licht­prin­zip
DIN EN 54 – Teil 20Ansaugrauch­mel­der
DIN EN 54 – Teil 22Lini­en­för­mi­ge Wär­me­mel­der
VDI-Richt­li­nie 6019 Blatt 1Inge­nieur­ver­fah­ren zur Bemes­sung der Rauch­ab­lei­tung aus Gebäu­den – Brand­ver­läu­fe, Über­prü­fung der Wirk­sam­keitEnt­rau­chung

Heiß­rauch­ver­su­che für Schie­nen­fahr­zeu­ge

Eine Beson­der­heit stel­len Heiß­rauch­ver­su­che in Schie­nen­fahr­zeu­gen gemäß ARGE-Richt­li­nie Teil 1 dar. Sie die­nen dem Nach­weis einer kor­rek­ten Posi­tio­nie­rung von Rauch­mel­dern. Ziel ist es, die Detek­ti­ons­zeit des aus­ge­leg­ten Sys­tems zu prü­fen. Wei­ter­hin kön­nen wei­te­re Zie­le zum Ein­satz kom­men, wie z.B. die Loka­li­sie­rung des Bran­des zur Zonen­ak­ti­vie­rung eines Brand­be­kämp­fungs­sys­tems. Heiß­rauch­ver­su­che bil­den die prak­ti­sche und rea­lis­ti­sche Umset­zung der Nach­weis­füh­rung von Rauch­mel­de­sys­te­men in Schie­nen­fahr­zeu­gen.

Die Ver­su­che fin­den dabei nicht-zer­stö­rend statt und sind unge­fähr­lich für Per­so­nen und das Fahr­zeug. IFABs Ver­suchse­quip­ment ent­spricht den Vor­ga­ben der ARGE-Richt­li­nie. Die Reak­ti­ons­zeit des Brand­mel­de­sys­tems wird ermit­telt und anhand von aner­kann­ten Kri­te­ri­en bewer­tet.

Wäh­rend der Ver­su­che ist es wich­tig, jeg­li­che Betriebs­be­din­gun­gen mit ein­zu­be­zie­hen. Dies kön­nen z.B. sein: Ein­stel­lun­gen der Kli­ma­an­la­ge und Öff­nung von Türen. Sol­che Bedin­gun­gen kön­nen Rauch­be­we­gun­gen beein­flus­sen. Ande­re Detek­ti­ons­ver­fah­ren, z.B. basie­rend auf den Kri­te­ri­en Tem­pe­ra­tur oder Flam­me, kön­nen ent­we­der expe­ri­men­tell oder via Com­pu­ter­si­mu­la­tio­nen vali­diert wer­den. Die­se Ver­fah­ren wer­den in Per­so­nen­be­rei­chen aller­dings nicht häu­fig ange­wandt. IFAB kann jedoch bei Bedarf (z.B. in Maschi­nen­räu­men) die Wirk­sam­keit sol­cher Sys­te­me nach­wei­sen.

Nicht-stan­dar­di­sier­te (ad-hoc) Brand- und Rauch­ver­su­che

IFAB bie­tet umfas­sen­de Unter­stüt­zung aus einer Hand. Unse­re Mit­ar­bei­ter bear­bei­ten den gesam­ten Pro­zess – von der Ver­suchs­kon­zep­ti­on – über die Abstim­mung und Orga­ni­sa­ti­on mit den Test­la­bo­ren bis zur Bereit­stel­lung maß­ge­schnei­der­ter Mess­tech­nik-Lösun­gen und ein­schließ­lich der Daten­er­fas­sung und Daten­aus­wer­tung. Zusam­men mit den Kun­den und gege­be­nen­falls Behör­den sowie Zulas­sungs­stel­len wer­den die benö­tig­ten Doku­men­ta­tio­nen und Berich­te für Brand­ver­su­che und Rauch­ver­su­che erstellt.

Neben den akkre­di­tier­ten Prüf­ver­fah­ren für Groß­brand­ver­su­che ent­wi­ckelt IFAB als unab­hän­gi­ges Prüf­la­bor auch anwen­dungs­spe­zi­fi­sche Prüf­ver­fah­ren, die nicht stan­dar­di­siert sind. Anwen­dun­gen kön­nen z.B. sein:

 • Atri­en und Glas­fas­sa­den,
 • Thea­ter­rän­ge und gro­ße Decken­hö­hen,
 • Indus­trie­an­la­gen mit Fließ­bän­dern,
 • Roll­trep­pen,
 • Beschich­tungs­an­la­gen,
 • Tun­nel,
 • Kom­pak­te Archi­ve,
 • Lager mit Kunst­stof­fen und
 • Frit­teu­sen.

Für die oben genann­ten Anwen­dun­gen ent­wi­ckelt IFAB mit­hil­fe der Metho­den aus der DIN EN ISO/IEC 17025 Prüf­kon­zep­te, die der Nach­weis­füh­rung für die Wirk­sam­keit von fol­gen­den Anla­gen die­nen:

 • Brand­mel­de­an­lan­gen,
 • Brand­be­kämp­fungs­an­la­gen bzw. Lösch­an­la­gen,
 • Ent­rau­chungs­an­la­gen und Wär­me­ab­zugs­an­la­gen.

Ein beson­de­res Augen­merk gilt dabei der Ent­wick­lung und Dimen­sio­nie­rung der Bemes­sungs­brän­de und Bemes­sungs­brand­sze­na­ri­en. Die­se müs­sen so gestal­tet sein, dass sie einer­seits den Anwen­dungs­fall reprä­sen­tie­ren, and­rer­seits aber auch hin­rei­chend genau repro­du­zier­bar sind. Die­se Anfor­de­run­gen wer­den mit dem Ein­satz von geeig­ne­ten Ersatz­brand­las­ten sicher­ge­stellt, deren Ver­bren­nungs­ei­gen­schaf­ten genau­es­tens bekannt sind.

Die Ent­wick­lung sol­cher Ver­suchs­rei­hen erfolgt in enger Abspra­che mit den Zulas­sungs­stel­len (VdS Scha­den­ver­hü­tung GmbH, TÜV Nord, TÜV Süd oder TÜV Rhein­land, DEKRA, etc.), so dass das Bestehen der im Prüf­kon­zept defi­nier­ten Bewer­tungs­kri­te­ri­en zu einer Zulas­sung für die geprüf­te Anwen­dung führt.